Begegnung mit Domenico Dara

Mittwoch 07.10.2026

Buchmesse 26
Begegnung mit Domenico Dara

Im Rahmen der Internationalen Frankfurter Buchmesse 2026 und der Settimana della Lingua Italiana nel Mondo organisiert das Italienische Kulturinstitut Köln am 7. Oktober um 19.00 Uhr in der Deutsch-Italienischen Vereinigung, Arndtstr. 12, Frankfurt eine literarische Begegnung mit Domenico Dara. Im Laufe der Veranstaltung stellt der Autor seinen Roman Liberata und die unsichtbaren Dinge (Kiepenhuer und Witsch | KiWi Verlag, 2026) im Gespräch mit Paola Barbon vor.

"Liberata Macrì hat ihre ganz eigene Art zu leben: In ihrer Freizeit arbeitet sie als Schreibkraft und glaubt an das, was man nicht sehen kann – überzeugt davon, dass gerade das Unsichtbare das wahre Maß der Welt ist. In den Seiten der Fotoromane, die sie sammelt und sorgfältig aufbewahrt, träumt sie sich mit offenen Augen in eine andere Welt, vor allem wenn Franco Gasparri, der Schauspieler, den sie abgöttisch verehrt, die Hauptrolle spielt. Die eher zurückgezogen lebende Liberata erlebt eine Wende, als sie Luvio kennenlernt, den neuen Arbeiter in der Autowerkstatt ihres Vaters. Im Nu fühlt sie sich wie die Heldin einer großen Liebesgeschichte. Doch können echte Liebesgeschichten die Vollkommenheit der erzählten Geschichten erreichen? Und droht der Zauber des Unsichtbaren an der Wirklichkeit der Welt zu zerbrechen?
In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen, geprägt von Gewalt auf den Straßen und der Strategie des Terrors – aber auch von Errungenschaften, die Frauen selbstständiger machen und ihnen ein neues Bewusstsein für ihren Platz in der Welt geben –, durchlebt Liberata eine Metamorphose, bei der sie einen Teil von sich selbst verliert."

Domenico Dara (Catanzaro, 1971) lebt und arbeitet zwischen Valbrona in der Provinz Como und Mailand. Er wuchs in Girifalco auf und studierte an der Fakultät für Literatur und Philosophie in Pisa, wo er 1996 sein Studium mit einer Arbeit über die Lyrik von Cesare Pavese abschloss. 2005 gab er den Band Alessandro Verri, Lettere da un amore (Massimiliano Boni Editore) heraus. 2013 war er mit seinem unveröffentlichten Roman Breve trattato sulle coincidenze (Nutrimenti, 2014) Finalist des Premio Italo Calvino. Für diesen Roman erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Premio Palmi, den Premio Viadana, den Premio Corrado Alvaro und den Premio Città di Como. Ebenfalls bei Nutrimenti veröffentlichte er anschließend den Roman Appunti di meccanica celeste (2016), der mit dem Premio Padula, dem Premio Città di Rieti und dem Premio Stresa ausgezeichnet wurde. Bei Feltrinelli erschienen seine Romane Malinverno (2020) und Liberata (2024).

Die aus Mailand stammende Paola Barbon lebt und arbeitet zwischen Münster und ihrer Heimatstadt. Nachdem sie viele Jahre lang Italienischlektorin an der Ruhr-Universität Bochum war, ist sie heute als Moderatorin, Dramaturgin, Übersetzerin und Dolmetscherin tätig.

Liberata und die unsichtbaren Dinge, Kiepenhuer und Witsch | KiWi Verlag, 2026, deutsche Übersetzung von Anja Mehrmann (orig. Ital.: Liberata, Feltrinelli, 2024).

Mit Simultanübersetzung.

Freier Eintritt / KEINE RESERVIERUNG MÖGLICH


Buchungsformular


Übersicht