Frankfurter Westend Galerie
seit 1966

2020 / UNA NUVOLA NEL MIO GIARDINO - EINE WOLKE IN MEINEM GARTEN

+++ Ausstellung voraussichtlich bis 31. Januar 2021 für das Publikum geschlossen. Für Informationen sind wir erreichbar! +++

Vernissage. Samstag, 12. Dezember, 11 - 18 Uhr (Anmeldung erforderlich)

Mit der Ausstellung 2020 / UNA NUVOLA NEL MIO GIARDINO - EINE WOLKE IN MEINEM GARTEN präsentiert die Frankfurter Westend Galerie ab Samstag, dem 12. Dezember eine Auswahl aktueller Arbeiten von sieben Künstlern und einer Künstlerin. Es sind kreative Antworten auf eine Krisensituation, die allesamt in diesem Jahr entstanden sind.  

Die Ausstellungsidee geht auf die im Herbst gezeigten Seidenobjekte von Manuela Toselli (*1971) zurück. Der Zyklus „Light“ entstand unmittelbar nach dem strengen Lockdown in Italien – eine regelrechte Farbexplosion, inspiriert von den Farben des Himmels, dem einzigen Ausblick aus der Wohnung der Künstlerin. Der Ausstellungstitel ist von den gleichnamigen Werken auf Leinwand und Papier von Fabio Valenti (*1967) übernommen. Eine Zeit von Stillstand und Reflexion und die Betrachtung der Natur im eigenen Garten haben den Künstler zur Vertiefung des Motivs der Wolke geführt. Die Wolke, so düster sie auch sein mag, ist eine vorübergehende Trübung unseres Daseins.

Mit „Memories of Green“ möchte der Lichtkünstler und Informatiker Marco Brianza (*1972) an die Natur erinnern, zu der viele Stadtbewohner lange keinen Zugang hatten. Die Bewegung der Pflanzen im Wind verwandelt er in magische Lichtspiele an der Wand und in Digitalcollagen auf Fotopapier. Pflanzen sind auch das Motiv in den Arbeiten von Dany Vescovi (*1969). Der Maler „zerlegt“ Blüten und andere vegetabile Elemente, um sie dann in vertikalen Bildstrukturen endlos wieder „zusammenzusetzen“, als wären es Einzelbilder einer Filmsequenz. Paolo Iacchetti (*1953) spielt in den Werken „Risoluzioni naturali“ bzw. „Risoluzioni meccaniche“ (natürliche bzw. mechanische Auflösungen) mit der Wahrnehmung des Betrachters. Das unterschiedlich dichte und variabel geformte Geflecht farbiger Linien soll den Betrachter neugierig machen, ihn verwundern.

Das, was als Überrest einer Auslese, einer Filtrierung – oder einer Zeit der Reflexion – übrigbleibt, die „Residuen“, enthalten Wertvolles und Lebendiges. So sind die Assemblagen von Elio Mariucci (*1946) mit dem Titel „Residuo attivo“ zu verstehen, für die er Fundstücke und unterschiedliche Materialien mit eigenen Gouachen kombiniert. Marco Casentini (*1961) überträgt die farbintensiven Linienstrukturen seiner neuesten Schöpfungen auf kleine Dibondplatten. Mit dem Titel „Maledetta primavera“ (verfluchter Frühling) spielt er auf die reale Situation an und teilt mit seinen äußerlich minimalistischen Kompositionen dennoch ein gemeinsames Gefühl mit dem Betrachter. Der Zyklus „Soglie“ (Schwellen) von Raffaele Cioffi (*1971) ist eine Weiterführung der 2018 in der Frankfurter Westend Galerie ausgestellten Ölbilder mit dem Titel „Luce dipinta“ (Gemaltes Licht). Die neuen Arbeiten betonen den Übergang zwischen der physischen und der geistigen Dimension und sind als Hommage an Licht und Farbe zu deuten.

Zur Vernissage am 12.12.2020 von 11 bis 18 Uhr ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar 2021 zu sehen.