Gespräch und Lesung
„Königlich, Rom, hast du mich immer empfangen": Marie Luise Kaschnitz und Italien
Juliane Ziegler und Giuliano Lozzi
Moderation: Anna Nuzzolo
Donnerstag, 23. April 2026, 19 Uhr
Zweisprachige Veranstaltung Deutsch | Italienisch
Eintritt: € 10, reduzierter Preis für Mitglieder: € 8, Studierende frei
Arndtstraße 12
In Zusammenarbeit mit und mit Unterstützung des Italienischen Generalkonsulats Frankfurt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivals „Frankfurt liest ein Buch“ statt.
Italien war prägend für Marie Luise Kaschnitz in Leben und Arbeit. Sie hat einen großen Teil ihres Lebens in Rom verbracht. Sie hat über ihre Eindrücke in Rom unter dem Titel „Engelsbrücke“ ein Tagebuch verfasst und zahlreiche Gedichte haben die ewige Stadt zum Thema. Italien war prägend für ihr Leben und ihre Arbeit. Sie war Stipendiatin der Villa Massimo und unterhielt eine enge Verbindung mit Ingeborg Bachmann, ebenfalls Wahlrömerin. In ihren Miniaturen über Rom nimmt Kaschnitz nicht nur die klassischen Ziele der ewigen Stadt, sondern auch die moderne Metropole wahr. Dies bleibt auch lebendig in den Jahren, in denen sie von Frankfurt aus als Reisende nach Rom zurückkehrte. Das Gespräch wird das Rom- und Italienbild von Kaschnitz, das Leben zwischen zwei Kulturen und die Wiederentdeckung der Autorin heute in den Fokus rücken.
Gespräch über | Lesung aus: Juliane Ziegler: Herzlandschaft. Marie Luise Kaschnitz und Italien (ebersbach & simon, 2024) | Marie Luise Kaschnitz: Ponte Sant’Angelo – Osservazioni romane di Marie Luise Kaschnitz, übersetzt und herausgegeben von Giuliano Lozzi (Del Vecchio Editore, 2025) | Marie Luise Kaschnitz: Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau. (Edition W, 2026).
Juliane Ziegler ist Journalistin für Print und Hörfunk/Podcasts in Frankfurt am Main. Sie arbeitet für den Hessischen Rundfunk, ORF, BR, chrismon und als Redakteurin für ARD Online. Studium der Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft und Romanistik in Osnabrück, Siena und Buenos Aires. Herzlandschaft ist ihr erstes Buch. Sie begann mit der Arbeit hierzu während ihres Stipendiums an der Casa di Goethe im Sommer 2019.
Giuliano Lozzi ist außerordentlicher Professor für deutsche Sprache, Übersetzung und Linguistik an der Universität Rom Tor Vergata. Sein Forschungsinteresse gilt der deutschen Sprache und Literatur des 20. Jahrhunderts mit besonderem Schwerpunkt auf Frauenliteratur und deutsch-jüdischer Kultur.
Anna Nuzzolo hat Germanistik und Anglistik an der Università degli Studi di Roma “La Sapienza” und an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Seit über 15 Jahren arbeitet sie im Bereich von Kommunikationsstrategie und Umstrukturierung für europäische Institutionen. In diesem Zusammenhang hat sie Veranstaltungen, Interviews, Workshops und Vorträge moderiert und einen Podcast betreut. Sie hat zudem verschiedene Gespräche mit italienischen Schriftstellern organisiert.