Aktuelle Ausstellung

Im Auge des Architekten
Italienmotive von Siegbert Jatzko und Johannes Möhrle


Vernissage: Samstag, 25. Mai 2019, 11 Uhr
Einführung von Prof. Waldemar Borsutzky

Ausstellung Im Auges des Architekten    

KUNST I MITTAGS I PAUSE am 28. Juni , 12 – 14 Uhr

Die Ausstellung dauert bis zum 12. Juli 2019
Geschlossen am 31. Mai und 21. Juni

Öffnungszeiten:
Di-Do 9-13 und 15-19 Uhr, Fr 9-13 und 15-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Siegbert Jatzko, Erinnerung an Venedig, 2011  

 

 

 

Johannes Möhrle, San Stefano, Aquarell, 2001

Siegbert Jatzko (*1937 Görlitz, † 2015 Frankfurt am Main)
Erinnerung an Venedig, 2011, Bleistift und Deckweiß
  Prof. Johannes Möhrle (*1931 Frankfurt am Main, † 2017 Bad Homburg)
San Stefano (Bologna), 2001, Aquarell

 

Mit der Ausstellung „Im Auge des Architekten“ geht die Frankfurter Westend Galerie auf eine Linie ihres Programms ein, die den Fokus auf deutsche Künstler mit einem engen Bezug zu Italien legt. Präsentiert werden ab Samstag, dem 25. Mai (Eröffnung um 11 Uhr) Zeichnungen von Siegbert Jatzko und Aquarelle von Johannes Möhrle. Beide haben in der Tradition der klassischen Italienreise ästhetische Anregungen in italienischen Städten und Landschaften gesucht.

Siegbert Jatzko (1937 Görlitz – 2015 Frankfurt am Main), der 1958 ein Architekturstudium in Ost-Berlin absolvierte und zunächst als Hochbauingenieur und Architekt arbeitete, studierte nach seiner Übersiedlung nach Frankfurt an der Städelschule freie Grafik und war Meisterschüler von Heinz Battke. Seit 1964 arbeitete er als freier Maler. Die Frankfurter Westend Galerie stellte seine Arbeiten seit 1977 in fünf Einzelausstellungen aus.
Die Architektur blieb sein Hauptmotiv, wobei er die Gebäude, Plätze und Straßen vor Ort durch Skizzen erfasste und die Zeichnung dann im Atelier ausarbeitete und mit lavierten Farbstiften kolorierte. Auf seinen zahlreichen Reisen nach Italien hat er zwar bestimmbare und den Touristen gut bekannte Orte festgehalten; durch eine bewusste perspektivische Verzeichnung, durch Doppelkonturen und auffällige Menschenleere hat er jedoch abstrahierte und zugleich dynamisch lebendige Szenerien geschaffen.

Johannes Möhrle (1931 Frankfurt am Main – 2017 Bad Homburg) studierte an der Technischen Hochschule Darmstadt bei Theo Pabst Architektur. Nach kurzer Selbstständigkeit begann er 1961 eine Laufbahn in der Bauverwaltung der Deutschen Bundespost und wurde schließlich Ministerialrat. Seit den 1960er Jahren lehrte er außerdem als Lehrbeauftragter – und später als Honorarprofessor – an der Technischen Hochschule Darmstadt perspektivisches Zeichnen.
Nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Praxis seiner Bauvorhaben legte er besonderen Wert auf die Illustration durch künstlerische Freihandzeichnungen und Aquarelle. In seiner Freizeit und auf Reisen war er ein unermüdlicher Pleinairmaler, der unter freiem Himmel bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen belebte Stadtansichten und Landschaften festhielt. In Italien entstand ein Großteil seiner farbintensiven und authentischen Aquarelle – als Gegenentwurf zu technischen Zeichnungen und Computersimulationen.